Deflation
In der Volkswirtschaftlehre versteht man unter einer Deflation eines Rückgangs des Preisniveaus in einem Zeitraum von aufeinander folgenden Perioden. Kommt es zu einer Deflation, dann wächst die Menge des Geldes langsamer als die hergestellten Güter, was heißt, das Geld schrumpft in stärkerem Maße als die Menge der Waren, was schließlich zu einer Aufwertung des Geldes führt, man kann praktisch mit dem gleichen Betrag mehr Waren und Dienstleistungen kaufen.
Grund: Senkung der Geldmenge
Der Grund für eine Deflation ist in den meisten Fällen die Senkung der Geldmenge durch die Bundesbank. Die Bundesbank strebt eine restriktive Geldpolitik an und stellt der Marktwirtschaft weniger Geld zur Verfügung. Ein anderer Grund für eine Deflation ist eine geringere Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Wenn das Geld den Kreislauf schneller durchläuft, hat das den gleichen Effekt als wenn eine größere Geldmenge im Umlauf wäre.
Stetig sinkende Preise
Ausgelöst wird eine Deflation durch stetig sinkende Preise, zum Beispiel beim Rohöl oder auf dem Kapitalmarkt. Durch die sinkenden Zinsen oder zu billiges Öl wird die gesamte Produktion der Güter immer günstiger.
Folgen der Deflation
Die Folgen einer Deflation sind, dass die Preise fallen und die Arbeitgeber die Löhne nicht im selben Ausmaß senken können. Die Arbeitnehmer werden entlassen und durch eine hohe Zahl von Arbeitslosen wird demzufolge weniger konsumiert.
