Wie finde ich den richtigen Tagesgeld Anbieter
Seit einem guten Jahrzehnt zählen Tagesgeldkonten als Geldanlagemöglichkeit für Privatkunden nun schon zu den beliebtesten Anlageformen der deutschen Sparer. Die tägliche Verfügbarkeit des angelegten Guthabens bei gleichzeitiger Sicherheit und minimalem Verlustrisiko sowie der Abwesenheit von für andere Anlageformen typischen lästigen Kündigungsfristen von oft drei Monaten oder mehr machen das Tagesgeldkonto dabei besonders populär.
Tagesgeld Anbieter im Vergleich
Große Vielfalt an Tagesgeldangeboten und Anbietern

Euros sicher parken am Tagesgeldkonto
Die Bankenwelt hat dies nicht erst seit gestern erkannt und bietet daher heutzutage die unterschiedlichsten Tagesgeldangebote in verschiedensten Varianten an. Sogar ausländische Banken werben mittlerweile im deutschen Fernsehen und buhlen um die Gunst der Anleger aus Deutschland.
Es ist daher heutzutage sehr schwer, sich im immer dichter werdenden Tagesgelddschungel überhaupt noch zurecht zu finden und ein ideal auf den Kunden angepasstes Angebot zu finden.
Vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist daher unbedingt ein Vergleich der einzelnen Angebote der verschiedenen Kreditinstitute zu empfehlen.
Wie kann man die einzelnen Tagesgeld Angebote vergleichen?
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Vergleich der aktuellen Tagesgeldangebote durchzuführen. Die wohl einfachste Variante ist dabei der Vergleich der Kontokonditionen über das Internet.
Nahezu alle Banken stellen die benötigten Informationen über ihre Tagesgeldangebote auf der hauseigenen Homepage bereit. Kunden, die einen Vergleich anstellen möchten, brauchen also nur noch die verschiedenen Homepages der einzelnen Kreditinstitute zu besuchen und die Konditionen miteinander zu vergleichen.Einen Überblick über die Zinsen beim Tagesgeld bietet hier zum Beispiel www.tagesgeldzinsvergleich.org , wo man gezielt einen Zinsvergleich der Anbieter durchführen kann.
Tagesgeld Angebote einfach online vergleichen
Es gibt mittlerweile auch Webseiten, die diesen Vorgang überflüssig machen und direkt alle wichtigen Merkmale der unterschiedlichen Tagesgeldkonditionen der anbietenden Banken übersichtlich und kompakt darstellen. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass die Vergleiche auch aktuell sind und die genannten Konditionen auch tatsächlich noch bestehen.
Weiterhin kann eine solche Webseite natürlich nicht alle existierenden Angebote miteinander vergleichen, sondern nur eine Übersicht über eine bestimmte Auswahl, meist bestehend aus den Angeboten der größten deutschen Banken, für den interessierten Anleger bereitstellen.

Tagesgeld bringt auf der Bank mehr als daheim
Weniger internetaffine Menschen können natürlich dennoch den ganz klassischen Weg gehen und sich beispielsweise über Service-Hotlines bei den Banken über die jeweiligen Tagesgeldkonditionen informieren.
Auch in einem persönlichen Gespräch mit einem Mitarbeiter oder einem Berater einer Bank können die benötigten Informationen eingeholt werden. Bei dieser Methode ergibt sich jedoch oft das Problem, dass das Bankpersonal das eigene Angebot in einem guten Licht erscheinen lassen will, da ja schließlich entsprechende Verkaufsinteressen seitens der Bank bestehen.
Mit einer neutralen Einschätzung des Tagesgeldangebots kann von einem Bankmitarbeiter also meist nicht gerechnet werden. Ebenso kann es vorkommen, dass ein Berater bei entsprechendem Interesse eines Kunden an einem Tagesgeldkonto auch direkt auf den Kontoabschluss drängt. Wer dies als unangenehm empfindet, sollte vielleicht doch lieber zur Internetmethode greifen.
Welche Merkmale eines Tagesgeldkontos sind besonders wichtig?
Welches Tagesgeldkonto nun genau das richtige ist, hängt natürlich im Endeffekt von den persönlichen Präferenzen des Anlegers ab. Generell gibt es aber dennoch einige wichtige Merkmale, die für jeden Anleger von Bedeutung sind.
Dazu zählen beispielsweise die Höhe der Zinsen, die Art der Verzinsung, Länge der Zinsfestschreibung sowie die Sicherheit der Anlagesumme. Ebenso sollte bei der Auswahl des Tagesgeldkontos in Betracht gezogen werden, ob es sich bei der anbietenden Bank um eine Direktbank handelt oder nicht.
Höhe der Zinsen beim Tagesgeld – Tipps zum Tagesgeld Zinsvergleich

Tagesgeld – Rendite beim Anbietervergleich beachten
Die Höhe der Zinsen ist für die meisten Anleger das primär entscheidende Merkmal bei der Auswahl ihres Tagesgeldkontos. Schließlich soll aus der Geldanlage ja auch ein hoher Zinsertrag hervorgehen. Als Faustregel gilt also: Je höher die Zinsen, desto besser.
Dennoch sollte sich jeder Anleger darüber im Klaren sein, dass hohe Zinsen auch irgendwie vom Kreditinstitut finanziert werden müssen. Im Klartext: Wenn eine Bank sehr hohe Zinsen anbietet, wird meist woanders gespart, um diese hohen Zinsen ermöglichen zu können.
Höhere Tagesgeldzinsen bei Direktbanken
Deshalb können Direktbanken, also Banken, die ihr Geschäft hauptsächlich über das Internet betreiben, auch meist die höheren Tagesgeldzinsen anbieten. Da Direktbanken keine teuren Filial- und Geldautomatennetze unterhalten müssen und auch meist beim Service und in der Beratung Geld einsparen können, schlägt sich dies in höheren Zinsen nieder.
Die Frage ist hierbei jedoch, ob man als Anleger auf den Service eines persönlichen Kundenberater unbedingt verzichten kann oder möchte.
Wer über genug Wissen im finanziellen Bereich verfügt, sollte sich ruhig einmal mit dem Angebot einer Direktbank vertraut machen. Weniger finanzaffine Menschen sind jedoch meist besser beraten, wenn sie zu einer Bank mit möglichst hohem Serviceangebot und umfangreichen Beratungsmöglichkeiten gehen. Im Endeffekt muss hier meist zwischen Qualität des Services und Höhe der Zinsen abgewägt werden. Diese Entscheidung muss am Ende jeder Anleger selbst treffen.
Art der Verzinsung beim Tagesgeld

Tagesgeldanlage ist auch in jungen Jahren sinnvoll
Nicht nur die Höhe der Zinsen ist bei der Auswahl des Tagesgeldkontos ein wichtiges Merkmal, sondern auch die Art der Verzinsung. Üblicherweise verzinsen die meisten Banken das Guthaben eines Tagesgeldkontos jährlich, das heißt, Zinsgutschriften werden durch die Bank genau einmal im Jahr vorgenommen.
Manche Banken bieten jedoch auch andere Verzinsungsarten an, beispielsweise eine quartalsmäßige Verzinsung. Bei dieser Art der Verzinsung werden die Zinsen nicht nur einmal im Jahr, sondern alle drei Monate dem Konto gutgeschrieben. Diese Verzinsung hat für Anleger einen entscheidenden Vorteil, nämlich die Entstehung eines sogenannten Zinseszinseffekts.
Zinseszinseffekt beim Tagesgeldvergleich beachten
Die Zinsen, die im ersten Quartal entstanden sind, gehen bei der Berechnung der Zinsen für das zweite Quartal mit in die Rechnung ein, das heißt, der Anleger bekommt noch einmal „Zinsen auf die Zinsen“, was bei einer jährlichen Verzinsung nicht der Fall ist.
Im Zweifelsfall kann dies sogar bedeuten, dass eine hochprozentig verzinste Tagesgeldanlage mit jährlicher Verzinsung im Endeffekt weniger lohnend als eine niedrigprozentig verzinste Tagesgeldanlage mit quartalsmäßiger oder gar monatlicher Verzinsung ist. Daher sollte man sich als Anleger nicht nur von möglichst hohen Zinszahlen leiten lassen, sondern auch die Art der Verzinsung beachten.
Länge der Zinsfestschreibung – Zinsgarantieren beim Tagesgeld
Bei einem Tagesgeldkonto sind Anleger mit dem grundsätzlichen Problem konfrontiert, dass die Höhe der Verzinsung vom Kreditinstitut jederzeit und ohne Vorwarnung verändert werden kann. Dies kann für den einzelnen Anleger im schlechtesten Fall heißen, dass sein anfangs hoch verzinstes Tagesgeldkonto einige Wochen nach dem Abschluss schon sehr viel niedriger verzinst wird, da der Leitzins durch die Zentralbanken gesenkt wurde und die Geschäftsbanken entsprechend auch an den Zinsschrauben der Geldanlagen drehen mussten.

Hohe Tagesgeldzinsen ab dem ersten Euro
Angebote mit langfristigen Zinsgarantien nutzen
Um diesen Effekt jedoch zu vermeiden, haben einige Banken eine Festschreibung der Zinsen für das Tagesgeldkonto über einen bestimmten Zeitraum mit in ihr Angebot aufgenommen. Das bedeutet, dass sich ein Anleger bei Neueröffnung eines Tagesgeldkontos für den festgeschriebenen Zeitraum keine Sorgen darüber machen muss, ob die Bank eventuell die Zinsen für die Tagesgeldkonten senkt. Durch die Festschreibung darf der Zinssatz des Tagesgeldkontos nicht verändert werden.
Gerade also in Zeitperioden, in denen eine Senkung des Leitzinses durch die Zentralbanken bevorsteht, kann die Auswahl eines Tagesgeldkontos mit einer solchen Zinsfestschreibung besonders lohnend für Anleger sein. Für die Vorhersage einer solchen Zeitperiode ist jedoch das Verfolgen von Nachrichten und aktuellem Tagesgeschehen aus der Welt der Wirtschaft und Finanzen Voraussetzung.
Sicherheit der Anlage – Einlagensicherheit beim Tagesgeld
Vielen Menschen ist gerade die Sicherheit bei der Anlage von Geld besonders wichtig. Unter anderem ist das Tagesgeldkonto deshalb so beliebt, weil es unter die Regelung der deutschen staatlichen Einlagensicherung fällt. Seit dem 30. Juni 2009 beträgt innerhalb der EU die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherungsgrenze 100% des angelegten Betrages, jedoch nur bis zu einem Anlagebetrag von maximal 100.000 Euro.
Mündelsichere Anlage auf Tagesgeldkonten bis 100.000 Euro
In Deutschland sind daher Anlagebeträge von bis zu 100.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto gemäß §1807 BGB „mündelsicher“. Das bedeutet, dass der angelegte Betrag nicht durch Finanzkrisen oder Bankenpleiten verloren gehen kann. Soll dagegen ein Tagesgeldkonto im Ausland außerhalb der EU angelegt werden, sollte man sich unbedingt über die dortigen Einlagensicherungsgesetze informieren. Ebenso sollte in Betracht gezogen werden, dass bei einer entsprechend starken finanziellen Krise auch die Regelungen zur Einlagensicherung nicht immer greifen müssen.
Wichtig: Einlagensicherung und Details bei ausländischen Anbietern beachten
So zahlte beispielsweise die isländische Bank Kaupthing Edge, die unter anderem auch Niederlassungen in Deutschland unterhielt und durch besonders hohe Tagesgeldzinsen im ersten Jahr ihrer Existenz in ganz Europa über 140.000 Neukunden warb, nach ihrem Konkurs während der jüngsten Finanzkrise 2008/2009 nur isländischen Anlegern entsprechende Entschädigungen aus, da laut eigener Aussage der Bank die Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland so groß waren, dass sie bei Bedienung zu einem Staatsbankrott Islands geführt hätten.
Anleger mit besonders großem Sicherheitsbedürfnis sollten sich von ausländischen Banken also lieber fernhalten, besonders wenn es sich um Banken mit Hauptsitz in aktuell krisengebeutelten Ländern wie Griechenland, Italien oder Irland handelt.
