Investmentfonds
Wenn man bei einer Bank fragt was ein Investmentfond ist, dann wird man folgende Antwort bekommen: Bei einem Investmentfond handelt es sich um ein so genanntes Publikums- oder Sondervermögen, welches von einer Kapitalanlagegesellschaft, der Investment- oder Fondsgesellschaft, verwaltet wird.
Einfacher ausgedrückt, lässt sich ein Investmentfonds auch mit einem Topf vergleichen, in den viele Anleger einen Teil ihres Vermögens legen. Die so gebündelten Anlagen werden dann von professionellen Fondsmanagern in die unterschiedlichsten Vermögenswerte investiert. Das können Aktien, Renten, oder auch Bankguthaben sein. Es gibt sehr viele verschiedene Investmentfondarten: Zum Beispiel Aktienfonds. Bei Aktienfonds handelt es sich um ein Sondervermögen, das Kapital mehrheitlich in ausländische oder auch Inländische Unternehmensanteile investiert. Alternativ dazu können Aktienfonds, aber auch mit einem Teil des Vermögens in festverzinsliche Wertpapiere anlegt werden oder als Barbestand dienen. Man sollte bei dieser Form des Investmentfonds dem Fondsmanager die Möglichkeit geben, einen Teil des Vermögens in andere Wertpapiere umzuschichten.
Eine andere Form des Investmentfonds sind Rentenfonds. Rentenfonds sind Sondervermögen, die mit dem größten Teil ihres Kapitals in festverzinslichen Wertpapieren in- und ausländischer Anbieter angelegt werden. Dazu gehören: Staatsanleihen bei ausländischen Banken, Bundes- und Länderanleihen oder Pfandbriefe.
Eine weitere Möglichkeit sind Immobilienfonds. Auch Immobilienfonds sind Sondervermögen, die mindestens 51 Prozent des verwalteten Kapitals in bebaute und unbebaute Grundstücke und Erbbaurechte investieren. Der größere Teil des Vermögens wird in der Regel in Büro- und Gewerbeimmobilien investiert, da sie ein besseres Preis-/Ertragsverhältnis bieten.
Geldmarktfonds sind wieder eine andere Form von Investmentfonds. Unter Geldmarktfonds versteht man Sondervermögen, die bis zu 100 % des Kapitals beispielsweise in Bankguthaben, Tagesgeld und kurzfristige Termineinlagen, aber auch in andere Wertpapiere mit einer relativ kurzer Restlaufzeit oder regelmäßiger Zinsanpassung investieren dürfen.
Bei Investmentfonds ist es das Ziel der Fondsmanager, das Vermögen, dass ihnen anvertraut wird im Rahmen der Möglichkeiten möglichst ertragreich anzulegen, dabei aber immer das Risiko im Auge zu behalten. Sie müssen sich dabei an den gesetzlichen Vorgaben und auch an den Anlagerichtlinien der unterschiedlichen Fonds orientieren. Die Grundidee der Investmentfonds ist es, eine Vielzahl von Anlagen durch Risikostreuung bestmöglich zu investieren. Dabei dürfen zum Beispiel maximal fünf Prozent, in Ausnahmefällen auch 10 Prozent des Anlagevermögens in Wertpapiere investiert werden.
Investmentfonds haben viele Vorteile, da man selbst mit einem eher geringen Einsatz an Kapital eine breite Streuung des investierten Vermögens erzielen kann. Die mögliche Pleite eines Unternehmens, der Wegfall einer Anleihe oder ein Fehlgriff beim Kauf einer Immobilie, können bei Einzelinvestments zu hohen Verlusten beim eingesetzten Kapital führen. Bei einem Investmentfond, der in zum Teil über 100 verschiedene Vermögensgegenstände einer Anlageform investiert, fallen einzelne Ausfälle kaum ins Gewicht.
Ein Nachteil bei Investmentfonds ist sicherlich, dass sich mit ihnen nur bestimmte Erwartungen an den Geldmarkt umsetzen lassen. Nur wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel der Hedgefond, spielen ihre Stärken besonders in steigenden Märkten aus, bei fallenden Preisen ist mit ihnen dagegen keine attraktive Rendite mehr zu erzielen. Ein guter Fondsmanager wird bei rückläufigen Aktienkursen zwar immer besser abschneiden als der Markt, für den Anleger, der mit einem entsprechenden Fonds Geld verloren hat, kann das aber nur ein schwacher Trost sein.
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